Seit Jahrzehnten werden die ca. 100 Nistkästen auf unserer Streuobstwiese in Steinegg immer im Februar von Albert Frank und Gitta Giese geputzt.
Das bedeutet, dass sie an jedem Baum mit einem Nistkasten die Leiter anstellen, hochklettern und den Kasten reinigen, eventuelle Schäden reparieren und die mitgeführte Belegungsliste gewissenhaft ausfüllen. So war es auch in 2026, doch die Freude an dieser Arbeit wurde durch ein erschreckendes Ergebnis stark getrübt.
Vor 2017 waren immer mindestens 65 % der Kästen belegt, doch seitdem gehen die durchschnittlichen Belegungsraten ständig zurück.
2022 lag sie bei 48 %, 2023 bei 39 % und 2026 nur noch bei 32 %.
Die Umstände auf der Streuobstwiese haben sich durch das Wachsen der Bäume in den letzten vierzig Jahren eher verbessert, denn die Bäume bieten jetzt mehr Lebensraum für Insekten, die alle Vogeleltern, auch wenn sie selbst Körnerfresser sind, für die Aufzucht ihrer Jungen benötigen.
Aber die großräumige Landwirtschaft mit ihren aufgeräumten Fluren, den fehlenden Hecken und Ackerunkräutern.... sorgen dafür, dass das Insektensterben massiv zugenommen hat. Somit fehlt den Vögeln die Futtergrundlage für die Aufzucht der Jungen.
Zur Info:
Die Bilder zeigen eine Fledermaushöhle, die aber von Wespen besetzt war. Eine Spatzenwohnung und - zum ersten Mal - ein belegtes Zaunkönignest mit einem unbefruchteten Ei.