Exkursion auf die Schwäbische Alb vom 25. - 27. September 2015

Teilnehmer der Exkursion

In diesem Jahr fuhren wir in das „ Biosphärenreservat Schwäbische Alb“ nordöstlich von Münsingen. Am Samstagfrüh ging es mit dem Fahrrad vom Übernachtungshotel Herrmann in Münsingen zum „Alten Lager“. Die Gebäude aus der Jahrhundertwende wurden einst als Quartiere für die Soldaten auf dem Truppenübungsplatz genutzt. Die denkmalgeschützten Gebäude werden zurzeit nur zum Teil genutzt unter anderem auch für die Unterbringung von Asylbewerbern. Die ca. 6700 ha des einstigen Truppenübungsplatzes bilden heute die Kernzone des Biosphärenreservats Schwäbische Alb.

Unter sachkundiger Führung eines „TrÜP- Guides“ (Truppenübungs-Platz- Guide) erhielten wir bei einer ca. 20 km langen Radtour einen Einblick in eine früh- und neuzeitliche, größtenteils unberührte, faszinierende Kulturlandschaft.

Schafe als Landschaftspfleger

Auch die vielfältige Flora und Fauna wurde durch unseren Guide bei etlichen Stopps  professionell erläutert.

Auf unserer Tour besuchten wir auch das ehemalige Dorf Gruorn, welches ab 1937 zur Erweiterung des Truppenübungsplatzes völlig geräumt wurde. Nur die wieder errichtete, mittelalterliche Stephanuskirche und das Schulhaus zeugen heute von einer einst blühenden Gemeinde.

Gut gefrühstückt ging es am Sonntag von Münsingen wieder westlich erst zu Willi Wolf dem schwäbischen Cowboy und seinen Albbüffeln bei Hohenstein. Wir fuhren mit ihm auf eine seiner drei großen Koppeln wo insgesamt bis zu 280 Mutterbüffel mit ihren Kälbern und zwei Bullen, völlig der Natur überlassen vom Frühjahr bis zum “Weideabtrieb“ (dieses Jahr am 18. Oktober) leben. Willi Wolf erklärte uns auf Urälbrerisch die naturgemäße Aufzucht der Kälber, die ohne menschliche Eingriffe auf der Koppel geboren werden. „Büffel sind irgendwie wie die Älbler, genau so stur, aber auch genau so liebenswert“, so Willi Wolf.

Albbüffel und ihr Besitzer

Nach einer Einkehr ging es dann am Nachmittag noch nach Glems zum Besuch des dortigen Obstbau Museums. Dort wurden wir rund um den Obstbau und die regionale Obstverwertung informiert und bei Kaffee und Kuchen liebevoll bewirtet.                                                           

Insgesamt war es ein sehr erlebnisreiches Wochenende was uns wieder Kraft, Schwung und Freude, für die eigene Obsternte am vergangenen Wochenende verlieh bei der wir im Breitlau ca. 4 Tonnen Äpfel geerntet haben.



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