Die Nistkästen auf der Wiese


Auf der zuletzt veröffentlichten „Roten Liste der Brutvögel“ wird von den 260 einheimischen Vogelarten nur die Hälfte als ungefährdet eingestuft. Durch aufgeräumte Wiesen und Wälder, fehlende Hecken und intensiven Ackerbau verschwinden Nist- und Aufzuchtmöglichkeiten für viele Vogelarten.  Die Erhaltung und auch die Neuanlage von Hecken auf unserer Streuobstwiese sowie die Anbringung unterschiedlicher Nisthilfen ist unser kleine, lokaler, aber dennoch wichtiger Beitrag zur Minderung der „Wohnungsnot“ für manche Vogelart.

Von Anfang an wurde bei unserer Streuobstwiese darauf geachtet, dass entsprechend der unterschiedlichen Vorlieben der potentiellen Nutzer der Nisthilfen passende Behausungen angebracht wurden. Bei der Erfassung im Frühjahr 2014 haben wir bei den fünfundneunzig Nistkästen siebzehn verschiedene Arten ermittelt. Darunter sind auch sehr spezielle wie etwa Steinkauzröhre, Falkennisthöhle, Baumläuferhöhle, Starenhöhle, Kleiberhöhle,  Eulenhöhle oder Fledermaushöhle.

Die frühjährliche Reinigung zeigte auch, dass wir eine Belegungsquote der Nisthilfen von etwa 90% haben.  Wenn wir ab 2015 die Belegung in unserem Baumkataster festhalten, werden wir zukünftig einen besseren Überblick über die Entwicklung der Nutzung haben und können die Ausbringung, Ergänzung oder Erneuerung der Nisthilfen zielgerichteter angehen.

Februar 2015: Alle Nistkästen sind gesäubert und geleert. Die Belegungsrate war mit 62% sehr niedrig. Eine unserer Nistkastenarten hatte in den letzten paar Jahren keine einzige Belegung. Wenn dies auch im nächsten Jahr so sein sollte, wird diese Art durch ein anderes Modell ersetzt werden.

 

Hier sehen Sie ein paar Bilder von unterschiedlichen Nisthilfen auf unserer Streuobstwiese (wird noch erweitert):

Räubersichere Starenhöhle
Offene Nisthilfe
Turmfalkennisthöhle
Eigenbau
Hornissenbau im Totholz
Insektenhotel


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